Hilfe

Die Software erzeugt aus STRATO-Zugriffslogs eine lokale HTML-Auswertung. Diese Seite beschreibt die Bedienung ohne echte Logdaten.

Installation

Für normale Windows-Nutzung ist das Setup gedacht. Es installiert die EXE benutzerbezogen unter dem lokalen Benutzerprofil und legt Startmenü-Einträge unter AmrumSoftware\STRATO Access Report an.

Typischer Ablauf

  1. STRATO-Logdateien herunterladen und in einem Ordner mit Strato Hosting im Namen ablegen.
  2. Auswertung starten. Das Programm sucht *.gz, entpackt die Logs, entfernt doppelte Zeilen und erzeugt den lokalen Report.
  3. Die Startseite des Reports öffnen und zuerst HTTP Fehler, Scanner, Abuse/IPs und bei Bedarf die dynamische Zusatzansicht prüfen.
  4. htaccess-Sperrdateien nur nach Stichprobe verwenden. Die konservative Variante ist für den ersten Einsatz am sichersten.

AbuseIPDB

AbuseIPDB ist eine öffentliche Datenbank für IP-Reputation. Administratoren können dort IP-Adressen melden, die etwa Spam, Login-Angriffe, DDoS, Webscanner oder andere missbräuchliche Aktivitäten verursacht haben. STRATO Access Report nutzt AbuseIPDB nur optional: Der eigene API-Key wird pro Windows-Benutzer verschlüsselt gespeichert, beim Speichern geprüft und nicht in Setup, Webseite oder Report eingebettet.

Wenn ein Key hinterlegt ist, nutzt die Software ein Tageslimit und einen lokalen Cache. Unbekannte oder veraltete IPs werden nach Priorität nachgefüllt, ohne das Tageslimit zu überschreiten.

Scanner

Der eingebaute Scanner läuft grundsätzlich vorsichtig. Schritt 1 prüft bekannte Hochrisiko-Pfade wie .env und .git/config. Schritt 2 prüft auffällige Pfade, die aus den Logs abgeleitet wurden.

Der Startmenüeintrag Aktiver Full Scan startet bewusst mehr Prüfpfade. Die GUI bietet die Profile Kurz, Mittel und Voll. Kurz ist für eine schnelle Kontrolle gedacht, Mittel für normale Nachprüfung, Voll für einen längeren bewussten Lauf.

Weiterleitungen auf erkennbare 404- oder Fehlerseiten werden getrennt ausgewertet. Sie sind meist normale zentrale Fehlerseiten, können aber auch versteckte Zähler, Statistik oder externe Abrufe auslösen. Wenn sich URLs in der Weiterleitungskette wiederholen, markiert der Report das als Loop-Verdacht.

Wochen-GZ-Archiv

Der Startmenüeintrag Wochen-GZ-Archiv erzeugen fasst die STRATO-GZ-Logs in stabile Wochenpakete direkt im Archivordner zusammen. Dabei werden exakte Duplikate entfernt und die Original-GZ-Dateien nicht verändert. Nach dem ersten Vollauf werden vorhandene Quellen per SHA256 abgesichert; spätere Läufe entpacken nur neue Quell-GZ und ändern nur betroffene Wochen. Zum Prüfen entstehen manifest.json, source-files.csv, weeks.csv, months.csv und eine kleine Archiv-index.html.

Wochenarchiv prüfen kontrolliert Manifest, SHA256, Größen und Zeilenzahlen. Alte STRATO-GZ-Dateien werden nur als Löschkandidaten gemeldet, wenn ihr letzter Logtag älter als sechs Wochen ist. Löschen geht nur nach erfolgreicher Prüfung und zwei ausdrücklichen Nachfragen in der GUI.

Log-Abdeckung und Software-Downloads

coverage.html prüft sowohl die Zeiträume der Original-GZ-Dateien als auch, ob für jeden erwarteten Kalendertag tatsächlich mindestens eine gültige Logzeile vorhanden ist.

downloads.html zählt erfolgreiche Softwareabrufe per GET mit HTTP 200 oder 206. Gleiche Domain, Datei, Client-Adresse und User-Agent innerhalb von 30 Minuten ergeben einen Vorgang. Erkannte Bots, Abrufe mit Testkennzeichnung und optional eingetragene eigene Adressen werden getrennt ausgewiesen. Client-Adressen sind keine Personen; die Werte bleiben eine technische Schätzung.

Dynamische Auswertung

Die zusätzliche Seite dynamic.html kann Domains nach Domainname, Statusklasse, IP/Firma, Scan-Signatur und Zeitraum filtern. Sie ersetzt nicht die vollständigen statischen Tabellen, sondern ist für schnelles Eingrenzen gedacht.

Export-Tab

Die lokale Reportseite export.html durchsucht standardmäßig die deduplizierte Gesamtdaten-Datei site/data/combined-deduplicated.log. Falls der Browser den direkten Zugriff auf lokale Dateien blockiert, kann dieselbe Datei manuell ausgewählt werden.

Die Suchsprache unterstützt AND, OR, NOT, LIKE, REGEX, Klammern, Anführungszeichen für zusammenhängende Textstellen sowie * und ? als Platzhalter. Suchen können im Browser gespeichert, wieder geladen, automatisch als Datei exportiert oder in die Zwischenablage kopiert werden. Ab 5.000 Treffern warnt die Seite, weil sehr große Suchlisten den Browser langsam machen können.

Für wiederkehrende Prüfungen gibt es zusätzlich Auto-Suchprofile in .cache/search_profiles.json. Diese Profile laufen bei der Report-Erzeugung automatisch mit. Die GUI Suchprofile bearbeiten öffnet eine einfache Maske für ID, Name, Suchausdruck, Aktiv-Haken und Exportformat. Die Ergebnisse stehen unter site/export als LOG und CSV, zusätzlich als Domain-, IP-, Pfad- und Status-Zusammenfassung und im Tab Suchergebnisse als Browseransicht.

CLI-Parameter

Die EXE kann weiterhin mit Parametern gestartet werden. Die normale Windows-Nutzung erfolgt über die GUI; bei CLI-Läufen öffnet die EXE nach erfolgreicher Auswertung automatisch die lokale Reportseite.

ParameterBedeutung
--source ORDNERRoot-Ordner mit STRATO-Paketordnern.
--output ORDNERAusgabeordner für die lokale HTML-Auswertung.
--folder-pattern MUSTERPaketordner-Muster, standardmäßig *Strato Hosting*.
--no-recursive-gzUnterordner innerhalb der Paketordner nicht durchsuchen.
--use-stored-abuseipdb-keyDen für diesen Windows-Benutzer gespeicherten AbuseIPDB-Key nutzen.
--key-guiDialog zum Speichern und Prüfen des AbuseIPDB-Keys öffnen.
--full-scan-guiEigene GUI für einen bewusst gestarteten aktiven Full Scan öffnen.
--archive-guiGUI für das nicht destruktive Wochen-GZ-Archiv öffnen.
--archive-check-guiGUI zum Prüfen des Wochen-GZ-Archivs öffnen.
--search-profiles-guiGUI zum Bearbeiten der automatischen Suchprofile öffnen.
--archive-weekly-gzWochen-GZ-Archiv per CLI erzeugen und danach beenden.
--rebuild-weekly-archiveDen inkrementellen Archiv-Cache umgehen und das Wochenarchiv vollständig neu aufbauen.
--verify-weekly-archiveWochen-GZ-Archiv per CLI prüfen.
--coverage-source ORDNEROriginalen STRATO-Quellordner für die Tagesabdeckung angeben, wenn der Report aus dem Wochenarchiv entsteht.
--download-client-exclusions DATEIOptionale Liste eigener Client-Adressen oder CIDR-Netze, die nicht als externe Downloads zählen.
--weekly-archive-output ORDNERZielordner für das Wochen-GZ-Archiv; Standard ist SOURCE\Wochenarchiv.
--force-scanScanner trotz Wochen-Cache erneut laufen lassen.
--scan-max-paths ZAHLMaximale Zahl getesteter Pfade je Domain.
--scan-delay SEKUNDENPause zwischen aktiven Scanner-Anfragen.
--no-open-reportNach erfolgreichem Lauf die lokale HTML-Auswertung nicht automatisch öffnen.
--versionInstallierte Programmversion ausgeben.